085

Umbau Bauernhaus und Neubauten

Aeugst am Albis, ZH

2023-2027

Direktauftrag
in Ausführung

Bauherrschaft

privat

Landschaftsarchitektur

Bergland GmbH

Zusammenarbeit

Nadia Vontobel Architekten GmbH

Baumanagement

UNIK Architektur AG

In der Kernzone von Aeugst am Albis entsteht ein zurückhaltendes Ensemble aus Bestand und Neubauten, das die Struktur des Dorfes präzise weiterführt.

Ensemble und Identität

Das Projekt befindet sich in der Kernzone von Aeugst am Albis. Die Kernzone zeichnet sich gegenüber den regulären Wohnzonen durch ihre unregelmässige Struktur aus. Es gibt praktisch keine Gebäude. welche orthogonal zueinanderstehen. Die Häuser (primär Punktbauten und längliche Ökonomiegebäude) richten sich am unregelmässigen Strassenverlauf aus und stehen fast immer verdreht zueinander. Dadurch entstehen offene Zwischenräumen, welche charakteristisch für die Kernzone sind. Die Parzelle wird geprägt von der Kirche mit angrenzendem Friedhof, dem bestehenden Bauernhaus sowie umliegender geschützter Bauten.

Das mittlere Haus orientiert sich nach Südwesten und richtet sich auf den Freiraum von Pfarrhaus und Kirche aus. Durch die Nähe zur Parzellengrenze ist der Bereich für Gärten begrenzt. Die Anordnung der Neubauten ist organisch, was der Struktur der Kernzone von Aeugst entspricht. Die Bauten bilden ein Ensemble, welches verschiedenartige Freiräume ausbildet und in alle Richtungen Durchblicke zulässt. Das bestehende Bauernhaus von 1860 wird transformiert und das Gebäudevolumen wird vereinfacht. Die Parzelle wird um ein Mehrfamilienhaus und zwei Einfamilienhäuser ergänzt.

Die äussere Erscheinung des Bestandes wird in Stand gesetzt. Die neuen Gebäude nehmen sich in ihrer äusseren Gestaltung farblich bewusst zurück. 

Freiraumgestaltung

Das bestehende Wohn- und Ökonomiegebäude steht nordostseitig an der Strasse und verfügt über einen schmalen befestigten Vorbereich. Die unbebauten Bereiche der Parzelle bestehen zum grössten Teil aus Wiesenflächen. Südöstlich vom Wohnhaus ist ein Nutzgarten angelegt. Nordwestlich des Stallgebäudes befindet sich eine mächtige Linde. Zwischen Pfarrhaus und bestehendem Stallgebäude befinden sich einige Obstbäume.